
Über mich
„Wenn wir weniger Energie darauf verwenden würden, normal zu erscheinen, könnten wir erst sehen, wie breit die menschliche Realität eigentlich ist.“
Lange Zeit in meinem Leben habe ich viel Energie darauf verwendet, normal zu sein, nicht aufzufallen und irgendwo dazuzugehören. Ich habe Gefühle und Bedürfnisse unterdrückt, bis sie sich irgendwann ihre eigenen – manchmal destruktiven – Wege gesucht haben.
Heute interessiert mich weniger, was normal ist. Mich interessiert, was echt ist.
Hallo, ich heiße Stephanie, Jahrgang 1989. Ich bin verheiratet, Mutter von zwei Kindern und selbst noch immer auf dem Weg zu meiner eigenen Wahrheit und Authentizität.
Dieser Weg verlief nicht geradlinig.
Ursprünglich machte ich eine Lehre als Medizinische Praxisassistentin. Danach jobbte ich, reiste und suchte nach Antworten auf meine vielen Fragen über das Leben und das Menschsein.
Während meines Studiums der Sozialen Arbeit verbrachte ich ein halbes Jahr in Südafrika. Aus meiner privilegierten Lebenssituation heraus durfte ich dort in andere Lebenswelten eintauchen und neue Perspektiven gewinnen. Ich begegnete Leid und Ungerechtigkeit und musste mich gleichzeitig mit meiner eigenen Vorstellung auseinandersetzen, helfen zu wollen. Ich begann zu verstehen, dass wir nicht alles und jeden retten können – und dass auch darin eine Form von Loslassen liegt.
Später arbeitete ich als Sozialpädagogin in verschiedenen Institutionen mit Menschen mit Entwicklungsbeeinträchtigungen. Besonders im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen kam ich immer wieder an meine eigenen Grenzen.
Und genau dort durfte ich viel lernen.
Über andere Menschen, aber mindestens genauso viel über mich selbst.
Ich musste Wege finden, auch in schwierigen Situationen wieder in Kontakt zu kommen. Nicht nur mit meinem Gegenüber, sondern zuerst mit mir selbst.
Immer wieder zeigte sich mir, wie viel eine sichere Basis verändern kann. Was möglich wird, wenn Gefühle begleitet werden dürfen. Wenn wir uns Schwächen eingestehen können. Wenn wir nicht sofort bewerten, bekämpfen oder verändern müssen, sondern versuchen zu verstehen, was hinter einem Verhalten liegt.
Für mich entstehen daraus Mitgefühl und Verbindung.
In einer Gesellschaft, die ich häufig als leistungsorientiert und kompetitiv erlebe, habe ich mich mit meiner vielleicht etwas romantischen Vorstellung eines konstruktiven Miteinanders oft verloren gefühlt.
Lange dachte ich, ich müsste mich irgendwie darin zurechtfinden.
Durch meine Weiterbildungen und meine eigene Auseinandersetzung mit Astrologie, Geistheilen, Hypnose und verschiedenen Zugängen zum Menschsein begann ich jedoch etwas anderes zu verstehen: Ich kann nicht bestimmen, wie die Welt ist.
Aber ich kann Verantwortung dafür übernehmen, wie ich mich in ihr bewege.
Ich kann ein anderes Tempo wählen.
Ich kann entscheiden, welchen Werten ich Raum gebe.
Ich kann mich fragen, was ich verändern kann – und lernen anzunehmen, was nicht in meiner Hand liegt.
Und ich kann immer wieder überprüfen:
Ist das noch mein Weg?
Heute begleite ich Menschen in meinem eigenen Raum der Selbsterinnerung.
Intuitiv und individuell – mit Hypnose, Wahrnehmung und all dem, was ich aus meiner Lebenserfahrung, meinem Wissen über Trauma und Nervensystem sowie meinen verschiedenen Aus- und Weiterbildungen mitbringe.
Dabei geht es mir nicht darum, Menschen zu sagen, wie sie sein oder leben sollen. Im Gegenteil. Mich interessiert die Vielfalt des Menschseins.
Was geschieht, wenn wir weniger Energie darauf verwenden müssen, uns anzupassen, zu funktionieren oder einer Vorstellung von Normalität zu entsprechen?
Was wird sichtbar, wenn wir uns selbst wieder wahrnehmen?
Unsere Gefühle.
Unsere Bedürfnisse.
Unsere Grenzen.
Unsere Widersprüche.
Unsere Kraft.
Unsere ganz eigene Art, in dieser Welt zu sein.
Meine Vision ist, dass dort etwas frei wird.
Denn je mehr wir uns selbst leben können, desto weniger Energie brauchen wir, um etwas aufrechtzuerhalten, das wir nicht sind. Und vielleicht entsteht gerade dadurch auch mehr Raum für ein wirkliches Miteinander – eines, in dem Unterschiedlichkeit nicht trennt, sondern Teil des Ganzen sein darf.
Dafür braucht es Bewusstsein, Reflexion und die Bereitschaft, Verantwortung für die eigene Entwicklung zu übernehmen.
Und gleichzeitig stehen wir immer genau dort, wo wir gerade stehen.
Auch für mich ist das Leben ein stetiger Wandel. Ich bin nicht am Ende eines Weges angekommen und begleite von dort aus andere. Ich bin selbst mittendrin.
Ich forsche, hinterfrage, lerne, verwerfe und entdecke Neues.
Menschen ein Stück auf ihrem eigenen Weg begleiten und dabei immer wieder erleben zu dürfen, wie viel Entwicklung im wirklichen Kontakt möglich ist, erfüllt mich mit Demut.
Vielleicht bedeutet Authentizität für mich genau das: nicht irgendwann endgültig zu wissen, wer ich bin – sondern immer wieder den Mut zu haben, mir selbst zu begegnen und von dort aus meinen nächsten Schritt zu gehen.

